EDGE Netzabdeckung

Spitzenreiter bei der EDGE-Netzabdeckung in Deutschland ist die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile. Im Mai 2008 gab das Unternehmen offiziell bekannt, dass die EDGE-Technologie mittlerweile im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung steht. Damit hebt sich T-Mobile deutlich von seinen Konkurrenten ab. Beim flächendeckenden EDGE-Ausbau von T-Mobile in Deutschland handelte es sich um die bislang weltweit größte GSM-Netz-Modernisierung. Die großangelegte Umrüstaktion an über 20.000 Mobilfunkstationen hat sich T-Mobile einen dreistelligen Millionenbetrag kosten lassen. Als einziger Netzbetreiber kann die Telekomtochter jetzt auch dann schnelle Surfgeschwindigkeiten anbieten, wenn weder UMTS noch WLAN zur Verfügung stehen. Über EDGE steht dem Nutzer eine maximale Download-Geschwindigkeit von 220 KBit/s zur Verfügung. Umgerechnet bedeutet das, ein Datenpaket von einem Megabyte kann in etwa 38 Sekunden aus dem Internet heruntergeladen werden. Zum Vergleich: über UMTS würde der Download 21 Sekunden dauern, per HSDPA nur noch zwei Sekunden. Der Mitbewerber Vodafone begann im Frühjahr 2007 mit der Bereitstellung von Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) in Gebieten, in denen es keine Versorgung durch das eigene UMTS-Netz gab. Mittlerweile wird der Datenturbo jedoch auch verstärkt in Gebieten eingesetzt, die mit UMTS versorgt sind. Der Mobilfunkbetreiber o2 begann im Juli 2008 mit dem EDGE-Ausbau seines Netzes. E-Plus kündigte im Dezember 2008 an, sukzessive sein gesamtes Netz auf EDGE umzustellen. In Österreich bieten die Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria und Mobilkom Austria EDGE als Ergänzung zu ihrem bestehenden UMTS-Netz an. Diese Kombination wird von der Mobilkom Austria als A1 UMTS+EDGE vermarktet und stellt seit Sommer 2005 schnellen mobilen Datentransfer flächendeckend zur Verfügung. In der Schweiz hatte Swisscom Mobile den Datenturbo EDGE im Frühjahr 2005 mit einer Bevölkerungsabdeckung von über 99 Prozent ausgebaut.