EDGE Flatrate

Der Mobilfunkstandard Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) ist schneller als GPRS aber langsamer als die 3G-Technologie UMTS. Während die Surf-Geschwindigkeit über GPRS bei maximal 53,6 KBit/s im Download liegt, steigt die Performance mit der EDGE-Erweiterung auf bis zu 217,6 KBit/s im Downlink. Über UMTS können Datenraten von bis zu 384 KBit/s erreicht werden, im HSDPA-aufgerüsteten Netz sind sogar 7,2 MBit/s im Download möglich. Einige Mobilfunkbetreiber haben daher Datentarife entwickelt, die diesen unterschiedlichen Surf-Geschwindigkeiten Rechnung tragen. So bietet das Internet-Unternehmen 1&1 zwei verschiedene Flatrate-Tarife für Laptop-Nutzer an: Eine Variante gilt für das mobile Online-Surfen auf EDGE-Niveau, der zweite Internet-Tarif ist für die HSDPA-Nutzung vorgesehen. Die EDGE-Flatrate kostet rund zehn Euro weniger als der HSDPA-Pauschaltarif. Beider Internet-Tarife gibt es in Verbindung mit subventionierter Hardware oder als SIMonly-Variante. Die Datenraten im UMTS-Netz sind wie bereits erwähnt deutlich höher, dafür ist der EDGE-Standard aber flächendeckend in Deutschland verfügbar. Nicht zuletzt dank des Netzbetreibers T-Mobile, der sein GSM-Netz als erster Anbieter komplett mit dem Datenturbo EDGE aufgerüstet hat. Abgesehen von der Surf-Geschwindigkeit bietet EDGE praktisch die gleichen Leistungen wie UMTS. Ein weiterer Vorteil von EDGE ist, dass sich die Nutzer keine teueren UMTS-Endgeräte anschaffen müssen und auch die Netzbetreiber können EDGE ohne die im Verhältnis deutlich größeren Investitionen in UMTS-Infrastruktur und -Frequenz-Lizenzen bereitstellen. Aus diesen Gründen ist der EDGE-Standard seit geraumer Zeit z.B. in den Alpenländern und in Osteuropa sehr beliebt.